PIN und PUK vergessen: Prepaid-Karte entsperren
SIM gesperrt nach dreimal falscher PIN: wo die PUK steht, wie Sie die Karte Schritt für Schritt entsperren und wann nur noch eine Ersatzkarte hilft.
Haben Sie die PIN Ihrer Prepaid-Karte dreimal falsch eingegeben, ist die SIM gesperrt und das Smartphone fragt nach der PUK. Diese finden Sie auf dem Kartenträger aus dem Starterpaket, im Kundenkonto oder in der App des Anbieters, oder Sie erfragen sie bei der Hotline. Mit der PUK legen Sie eine neue PIN fest und können sofort wieder telefonieren. Erst wenn auch die PUK zu oft falsch eingegeben wurde, hilft nur noch eine Ersatzkarte.
Allgemeines zu Aktivierung und Sicherheit der Karte steht im Bereich Prepaid-Karte kaufen und aktivieren.
PIN, PUK und andere Codes
| Code | Wofür | Typische Länge | Was bei Fehlern passiert |
|---|---|---|---|
| SIM-PIN | schützt die Karte beim Einschalten | meist 4 Ziffern, änderbar | nach 3 Fehlversuchen Sperre, PUK nötig |
| PUK | entsperrt die Karte, setzt neue PIN | meist 8 Ziffern, fest | nach zu vielen Fehlversuchen dauerhafte Sperre |
| PIN2 und PUK2 | für Sonderfunktionen, im Alltag selten gebraucht | wie PIN und PUK | betrifft nur diese Funktionen |
| Kundenkennwort | Identifikation bei der Hotline | vom Anbieter oder von Ihnen festgelegt | Abhängig vom Anbieter |
| Bildschirmcode | entsperrt das Smartphone | von Ihnen festgelegt | Sache des Geräts, nicht der SIM |
Manche Anbieter nennen die PUK auch Super-PIN. Gemeint ist derselbe Entsperrcode.
Wo Sie die PUK finden
Die PUK ist für jede Karte fest vergeben und lässt sich nicht ändern. Sie finden sie an einer dieser Stellen:
- Auf dem Kartenträger: Das ist die Plastikkarte im Scheckkartenformat aus dem Starterpaket, aus der Sie die SIM herausgebrochen haben. PIN und PUK stehen meist unter einem Rubbelfeld oder auf einem Begleitschreiben.
- Im Kundenkonto oder in der App: Viele Anbieter zeigen die PUK nach dem Anmelden in den Karten- oder Sicherheitseinstellungen an.
- Bei der Hotline: Der Service nennt Ihnen die PUK, nachdem Sie sich mit Kundenkennwort oder persönlichen Daten ausgewiesen haben.
- In den eSIM-Unterlagen: Bei einer eSIM gibt es keinen Kartenträger. Hier steht die PUK meist im Kundenkonto oder im Schreiben mit dem QR-Code.
Für den Zugang zum Kundenkonto oder zur App brauchen Sie ein anderes Gerät oder WLAN, denn die gesperrte Karte selbst hat keine Verbindung mehr. Notrufe sind aber auch mit gesperrter SIM möglich.
Karte mit der PUK entsperren
- Schalten Sie das Smartphone ein oder warten Sie, bis die Aufforderung zur PUK-Eingabe erscheint.
- Geben Sie die achtstellige PUK ein. Achten Sie genau auf jede Ziffer, denn Fehlversuche sind begrenzt.
- Wählen Sie eine neue PIN und bestätigen Sie sie ein zweites Mal.
- Die Karte ist sofort wieder entsperrt. Notieren Sie die neue PIN an einem sicheren Ort, aber nicht zusammen mit dem Gerät.
Erscheint keine Eingabemaske, finden Sie die Funktion meist in den Einstellungen unter „Mobilfunk“ oder „SIM-Karten“ beim Punkt „SIM-PIN“ oder „SIM-Kartensperre“. Auf vielen Geräten funktioniert zusätzlich ein Code über die Telefon-App. Dabei geben Sie die Zeichenfolge **05*, dann die PUK, ein *, die neue PIN, wieder ein *, nochmals die neue PIN und zum Schluss # ein. Ob das klappt, hängt vom Gerät ab.
Probieren Sie die PUK nicht nach Gefühl aus. Wenn Sie die richtige PUK nicht sicher kennen, holen Sie sie zuerst aus dem Kundenkonto oder von der Hotline. Jeder falsche Versuch bringt die Karte näher an die dauerhafte Sperre.
Wenn auch die PUK gesperrt ist
Nach zu vielen falschen PUK-Eingaben, häufig sind es zehn, ist die Karte dauerhaft unbrauchbar. Ein Entsperren ist dann technisch nicht mehr möglich, auch nicht durch den Anbieter. So kommen Sie zurück ins Netz:
- Bestellen Sie im Kundenkonto, in der App, über die Hotline oder im Shop eine Ersatz-SIM oder ein neues eSIM-Profil.
- Bestätigen Sie gegebenenfalls Ihre Identität.
- Aktivieren Sie die Ersatzkarte nach Anleitung des Anbieters. Rufnummer und Guthaben werden übertragen.
Ob eine Ersatzkarte kostet, steht in der Preisliste des Anbieters. Der Ablauf ist derselbe wie bei einem Verlust, den der Artikel SIM-Karte verloren oder gestohlen beschreibt.
Die PIN sinnvoll einstellen
Nach der Aktivierung ist eine Werks-PIN eingestellt, die im Starterpaket steht. Ändern Sie sie in eine eigene Zahlenfolge, die Sie sich merken können, die aber nicht leicht zu erraten ist. Vermeiden Sie Geburtsjahre und einfache Folgen wie 1234 oder 0000.
Die PIN-Abfrage ganz abzuschalten ist möglich, wird aber nicht empfohlen. Ohne PIN kann jede Person, die Ihre SIM in die Hände bekommt, sie in einem anderen Gerät nutzen, auf Ihre Kosten telefonieren und SMS mit Bestätigungscodes empfangen. Bei einer eSIM ist das Risiko geringer, weil sie nicht herausgenommen werden kann. Ein Schutz für das Smartphone selbst bleibt trotzdem wichtig.
Ausnahme: Router und Tablets
Für stationäre Router kann es sinnvoll sein, die PIN im Router zu speichern oder die Abfrage abzuschalten, damit das Gerät nach einem Stromausfall selbst wieder online geht. Bedenken Sie dabei, dass die Karte dann ohne Schutz ist, falls sie aus dem Gerät entfernt wird.
PIN und PUK bei der eSIM
Auch eine eSIM hat eine PIN und eine PUK. Die PIN-Abfrage lässt sich auf dem iPhone unter „Mobilfunk“ und der jeweiligen Nummer bei „SIM-PIN“ einstellen, bei Android meist in den Sicherheitseinstellungen unter „SIM-Kartensperre“. Da es keinen Kartenträger gibt, stehen die Codes im Schreiben zur eSIM oder im Kundenkonto. Ist eine eSIM dauerhaft gesperrt, fordern Sie ein neues Profil an. Löschen Sie das alte Profil erst, wenn der Anbieter Ihnen das neue bereitgestellt hat.
Nicht verwechseln: Netzsperre des Geräts
Manchmal fragt ein Smartphone nach dem Einlegen einer neuen Karte nicht nach PIN oder PUK, sondern nach einem Entsperrcode für das Netz. Das ist keine Sperre der SIM, sondern eine Sperre des Geräts für andere Anbieter, auch SIM-Lock genannt. Sie betrifft vor allem Geräte, die zusammen mit einem Vertrag gekauft wurden. Den Code bekommen Sie beim Anbieter, der das Gerät verkauft hat. Probieren Sie dort keine Zahlen aus, denn auch hier sind die Versuche begrenzt.
Wenn Sie die Hotline anrufen
Halten Sie für den Anruf Ihre Rufnummer, Ihren Namen, Ihr Geburtsdatum und, falls vergeben, Ihr Kundenkennwort bereit. Die Hotline prüft damit, ob Sie berechtigt sind, die PUK zu erfahren. Rufen Sie von einem anderen Telefon an, denn die gesperrte Karte kann keine normalen Anrufe aufbauen. Notieren Sie die PUK sofort auf Papier und geben Sie sie erst danach in Ruhe ein. Seriöse Anbieter nennen die PUK nur nach einer solchen Prüfung und fragen niemals von sich aus per SMS danach.
Häufige Ursachen für gesperrte Karten
- Nach einem Handywechsel wird die alte PIN nicht mehr erinnert.
- Kinder oder andere Personen probieren mit dem Gerät herum.
- Die SIM-PIN wird mit dem Bildschirmcode verwechselt.
- Nach einem Neustart in der Tasche wird die PIN unbemerkt mehrfach falsch eingegeben.
- Eine Ersatzkarte hat eine neue PIN, eingegeben wird die alte.
Vorsorge in drei Minuten
Fotografieren Sie den Kartenträger nicht und speichern Sie die PUK nicht unverschlüsselt im Smartphone. Besser ist ein Passwortmanager oder ein Zettel in den Unterlagen zu Hause. Prüfen Sie einmal, ob Ihr Anbieter die PUK im Kundenkonto anzeigt, und notieren Sie die Zugangsdaten dafür. Für Kinder und ältere Angehörige, die ein Gerät nutzen, das auf Ihren Namen läuft, lohnt es sich, PIN und PUK gemeinsam an einem festen Ort aufzubewahren. Mehr dazu im Bereich Prepaid für Kinder und Senioren.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen PIN und PUK?
Die PIN schützt die SIM-Karte bei jedem Einschalten des Geräts. Die PUK ist ein längerer Entsperrcode, mit dem Sie die Karte nach zu vielen falschen PIN-Eingaben wieder freigeben und eine neue PIN festlegen.
Ist die SIM-PIN dasselbe wie der Code für den Sperrbildschirm?
Nein. Die SIM-PIN gehört zur Karte und wird beim Einschalten oder nach einem Kartenwechsel abgefragt. Der Code für den Sperrbildschirm gehört zum Smartphone. Wer diesen Code vergisst, braucht nicht die PUK, sondern die Hilfe des Geräteherstellers.
Wie viele Versuche habe ich bei der PUK?
In der Regel deutlich mehr als bei der PIN, häufig zehn. Danach ist die Karte endgültig gesperrt und lässt sich nicht mehr entsperren. Das Smartphone zeigt meist an, wie viele Versuche noch übrig sind.
Geht mein Guthaben verloren, wenn die Karte dauerhaft gesperrt ist?
Nein. Guthaben und Rufnummer hängen am Kundenkonto. Mit einer Ersatz-SIM nutzen Sie beides weiter.
Weiterlesen
- Karte aktivieren
Warum jede Prepaid-Karte per Ausweis freigeschaltet werden muss, welche Verfahren es gibt und was zu tun ist, wenn die Aktivierung hakt.
- SIM verloren
Notfallplan bei Verlust oder Diebstahl: Karte sperren, Gerät orten und löschen, Konten absichern und mit einer Ersatz-SIM die alte Nummer und das Guthaben behalten.
- eSIM mit Prepaid
Wie die eingebaute SIM funktioniert, wie Sie ein Prepaid-Profil auf iPhone und Android einrichten und wann Dual-SIM mit eSIM sinnvoll ist.
Zuletzt überarbeitet am 26. Oktober 2026. Fehler entdeckt? Schreiben Sie der Redaktion.